| Tempolimits am Feldberg zeigen Wirkung |
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| Geschrieben von: Taunus-Zeitung | ||||
| Freitag, 06. August 2010 um 18:05 | ||||
Tempolimits am Feldberg zeigen Wirkung
Seit April gibt es auf der wohl gefährlichsten Straße im Kreisgebiet Tempolimits.Dadurch wird bereits deutlich weniger gerast, wie die Polizei in einem
Hochtaunus. Die Tempolimits auf der Kanonenstraße waren ganz offensichtlich eine gute Idee. Seitdem im April an besonders heiklen Stellen der Biker-Paradestrecke Schilder mit Tempo 80, 60 oder sogar 50 aufgestellt wurden, sind die Verkehrsteilnehmer tatsächlich disziplinierter. Die Polizei hat seit Beginn der Saison Ende April zwischen Hohemark und Sandplacken «nur» fünf Unfälle mit Beteiligung von Motorradfahrern aufnehmen müssen, die alle glimpflich ausgingen. Meist waren Fehler beim Überholen die Ursache; die beteiligten Biker mussten nur ambulant behandelt werden – nur eine traurige Ausnahme gab es: Beim jüngsten Unfall, der sich am Sonntagnachmittag gegen 17.40 Uhr auf der Kanonenstraße ereignete, verletzte sich eine 27 Jahre alte Frankfurterin schwer. Die junge Frau hatte in einer Kurve die Kontrolle über ihre Yamaha RJ09 verloren und war erst über die Fahrbahn und dann unter einer Leitplanke hindurch und eine Böschung hinabgerutscht. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Ob die Ursache zu schnelles Fahren war, weiß die Polizei noch nicht – sicher ist aber, dass den Motorradfahrern insgesamt auf der Kanonenstraße bisher viel weniger passiert ist als in den Jahren zuvor. Insbesondere als voriges Jahr, als mehrere Biker im Taunus ihr Leben ließen. «Wir sehen einen deutlichen Rückgang der Unfallzahlen», sagt Polizeisprecher Siegfried Schlott. Dies führen die Beamten zum einen auf die Tempolimits zurück, zum anderen aber auch auf die vermehrten, unregelmäßig durchgeführten Kontrollen. «Die Fahrer haben schon ihre Fahrweise verändert», ist Schlott überzeugt. Oberursel schickt jetzt verstärkt Kräfte des Ordnungsamts an die Gemarkungsgrenze. Gerade vor zwei Wochen wurden 881 Fahrzeuge überprüft. Bis auf zehn Verkehrsteilnehmer – darunter ein Biker, der mit unglaublichen 150 Sachen auf den Hohemarkkreisel zugebraust war – waren alle im erlaubten Tempo unterwegs. Nur die Hälfte der Sünder saß übrigens auf einem Motorrad. «Es sind mehr die Autofahrer, die die Geschwindigkeiten übertreten», so lautet die Einschätzung von Oberursels Erstem Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP).
Anrainer optimistischDer Oberurseler Bildhauer Hendoc (43), der direkt an der Kanonenstraße in der ehemaligen Gaststätte «Zur Heidetränke» sein Atelier eingerichtet hat, bestätigt, dass sich die Situation in den vergangenen Monaten zumindest gebessert hat. Und auch Gastronom Adrian Apolzan, der das Restaurant Sandplacken betreibt, zeigt sich vorsichtig optimistisch: «Es sitzen wieder mehr Leute auf unserer Außenterrasse», sagt der 42-Jährige.
Quelle : Taunus-Zeitung |



